Bielefeld (tzn) – Es ist eine Entdeckung, die die kulinarische Weltordnung erschüttert: Archäologen der Universität Bielefeld haben bei Grabungsarbeiten im Stadtteil Sennestadt Tonscherben aus dem 14. Jahrhundert gefunden, auf denen ein Rezept eingraviert ist, das „in wesentlichen Zügen der modernen Carbonara entspricht“. Das Rezept beschreibt eine Mischung aus „langen Teigfäden“, „geselßenem Schwein“ und „Eyern, darynnen verrührt“ – und liegt damit mindestens 200 Jahre vor der frühesten bekannten italienischen Erwähnung.

„Das ändert alles, was wir über europäische Kulinarik wissen“, erklärte Grabungsleiter Prof. Dr. Werner Nudelbrecht bei einer hastigen Pressekonferenz, bei der er sichtlich darum bemüht war, seine Aufregung hinter akademischer Nüchternheit zu verbergen. „Bielefeld war im Spätmittelalter offenbar ein Zentrum der Pasta-Innovation. Das erklärt auch den historischen Wohlstand der Region.“ Auf die naheliegende Frage, ob die Tonscherben authentisch seien oder ob es sich um eine Fälschung handeln könne, reagierte Nudelbrecht unwirsch: „Wir haben eine C-14-Datierung durchgeführt. Die Scherben sind echt. Die Carbonara ist deutsch. Gewöhnen Sie sich daran.“

Die italienische Regierung reagierte erwartungsgemäß mit Empörung. Premierministerin Giorgia Meloni sprach von einem „Angriff auf das kulinarische Erbe Italiens“ und kündigte an, den Fall vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu bringen. Der italienische Botschafter in Berlin wurde zu Konsultationen nach Rom zurückgerufen. In Rom selbst kam es zu spontanen Kundgebungen, bei denen aufgebrachte Bürger Spaghetti-Pakete vor die deutsche Botschaft warfen.

Besonders brisant: Die Entdeckung fügt sich nahtlos in die sogenannte „Bielefeld-Verschwörung“ ein. Bekanntlich behaupten manche Menschen seit Jahrzehnten, Bielefeld existiere gar nicht. Prof. Nudelbrecht sieht darin einen Zusammenhang: „Natürlich existiert Bielefeld. Die Frage ist, wer ein Interesse daran hatte, seine kulinarische Bedeutung zu verschleiern. Ich sage nur: Big Pasta.“

Das Originalrezept unterscheidet sich nur in wenigen Details von der modernen Carbonara. Statt Pecorino wurde „alter Schaafskäse“ verwendet, statt Guanciale „geräucherte Schweinewange aus der Senne“. Der einzige nennenswerte Unterschied: Das Bielefelder Rezept empfiehlt, das Gericht mit einer Scheibe Schwarzbrot zu servieren – eine Tradition, die laut Nudelbrecht „bedauerlicherweise in Vergessenheit geraten ist“.

Die akademische Gemeinschaft ist gespalten. Während deutsche Ernährungshistoriker den Fund als „Sensation des Jahrhunderts“ feiern, äußern internationale Experten Skepsis. Der britische Gastro-Historiker Sir Reginald Bland nannte die These „charmant, aber etwa so plausibel wie die Behauptung, Fish and Chips stammten aus Düsseldorf“. Nudelbrecht kündigte daraufhin an, als Nächstes die ostwestfälischen Ursprünge von Fish and Chips zu untersuchen.

Die Stadt Bielefeld hat bereits eine „Carbonara-Straße“ im Stadtzentrum angekündigt und plant ein jährliches Carbonara-Festival. Der Oberbürgermeister kommentierte: „Erst behaupten alle, wir existieren nicht. Und jetzt stellt sich heraus, dass wir die Carbonara erfunden haben. Bielefeld – die Stadt der Überraschungen.“