Leerstehende Geschäfte in deutschen Innenstädten sind mittlerweile so zahlreich, dass sie zu einer neuen Sehenswürdigkeit avancieren könnten. Statt über die sinkende Zahl an Geschäften zu klagen, wollen einige Städte den Leerstand in sogenannte Shopping-Denkmäler verwandeln.
Von der Krise zur Attraktion
„Wir sehen darin eine fantastische Möglichkeit, Touristen anzulocken und unsere Geschäftsviertel zu beleben“, erklärte Bernd Denkschöpfer von der Stadtentwicklungsgesellschaft Leerstand e.V.. „Statt über leere Läden zu meckern, feiern wir sie als historischen Meilenstein des 21. Jahrhunderts.“
- Interaktive QR-Codes, die die Geschichte des Leerstands erzählen
- Geführte Touren durch einstige Shopping-Meilen
- Pop-up-Cafés auf den verlassenen Flächen
Experten wie Prof. Dr. Kund Horfroh, der am Institut für urbane Mythen forscht, sehen in dieser Initiative eine Win-win-Situation. „Schließlich hat sich der Leerstand zu einem Teil unserer kulturellen Identität entwickelt“, so Prof. Horfroh.
Reaktionen aus der Politik
Während viele Städte die Idee begrüßen, bleibt die Politik skeptisch. „Wir müssen uns fragen, ob solche Denkmäler unsere Investitionen für die Zukunft sind“, so Bundesinnenministerin Susi Staubkorn.
Dennoch stehen viele Bürger hinter der Idee. „Es gibt ja eh nix anderes mehr zu sehen“, so ein Anwohner trocken. Ob somit der Leerstand zum neuen Tourismus-Hit wird, bleibt abzuwarten.