Düsseldorf (tzn) – In einem richtungsweisenden Urteil hat ein Moskauer Gericht den berühmten düsseldorfer Karnevals-Satiriker Jacques Tilly zu einem überraschenden Strafmaß verurteilt. Tilly, bekannt für seine bissige Satire auf Karnevalswagen, soll angeblich die Gefühle des russischen Bürokratiestandortes verletzt haben.
Urteil mit überraschendem Ende
Wie Richter Igor Papierowski feststellte, besteht die Strafe für Tilly darin, bei der nächsten russischen Karnevalsparade als Vorreiter in einem Wagen voller Beamter zu fungieren. Der Wagen soll gemäß des Urteils jede Form von Satire vermeiden und stattdessen auf administrative Effizienz hinweisen. Tilly muss dabei ein Kostüm tragen, das aus Papierformularen und Klemmbrettern besteht.
Die Reaktionen der Karnevalsgemeinschaft
Die deutsche Karnevalsgemeinde reagiert mit einem Augenzwinkern. Rosi Pappnasen, Sprecherin des Bundesverbandes der Karnevalisten, kommentierte:
„Wir dachten immer, Karneval sei der Ort für Freiheit und irre Ideen. Aber offenbar gibt es eine neue Definition von Albernheit - die russische Bürokratie als Kunstform!“
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Die Zukunft der Karnevalssatire
Jacques Tilly selbst sieht die Sache gelassen. „Das ist die perfekte Gelegenheit, internationale Grenzen zu überschreiten und die Kunst des Karnevals auf eine neue, galante Weise zu präsentieren“, so Tilly. „Vielleicht gründe ich mein eigenes Ministerium für lustige Angelegenheiten.“
Ob die Strafe letztlich den gewünschten Effekt hat, bleibt abzuwarten. Fakt ist: In der Welt des Karnevals gibt es immer wieder überraschende Wendungen.