Dresden (tzn) – Was als respektvolle Gedenkminute geplant war, endete in einem kuriosen Vorgang im Sächsischen Landtag. Während der Sitzung zur Ehrung von Gewaltopfern fiel die versammelte Riege von Politikern in einen unerwarteten Sekundenschlaf. Dabei wurde die geplante Schweigeminute zur fulminanten Schlafminute, berichtet der Landtagssprecher, Dr. Helmut Schlummer.
Der Tiefschlaf-Award
In einer spontanen Entscheidung entschied der Landtag, diese unfreiwillige „Leistung“ nicht ungewürdigt zu lassen. Der eigens dafür erfundene „Tiefschlaf-Award“ soll zukünftig an Sitzungen verliehen werden, die für ihren bemerkenswerten Beitrag zur „Ruhe und Entspannung“ im parlamentarischen Alltag bekannt sind. Laut Dr. Schlummer eine notwendige Reaktion auf die „druckbelastete Arbeitswelt“ der Abgeordneten.
- Ehrennicker fĂĽr herausragendes Einschlafen
- Ruhepausen-Preis fĂĽr Tiefschlaf im Sitzen
- Feierliche Verleihung im Landtag
Erstaunte Reaktionen und kĂĽnftige Planungen
Die Reaktionen auf den neuen Preis waren gemischt. Einige Abgeordnete zeigten sich unverhohlen erfreut, endlich für ihre „harte Arbeit“ angemessen gewürdigt zu werden. Andere wiederum überlegten laut, ob das „Nickerchen im Plenarsaal“ nicht vielleicht ein schlechtes Licht auf die Effizienz ihrer Arbeit werfen könnte.
Trotz der Kontroversen plant der Landtag, den Award künftig fest in der Agenda zu verankern. Erste Anfragen aus anderen Bundesländern, die ähnliche Preise einführen wollen, sind bereits eingegangen. So könnte der sächsische Tiefschlaf-Award als Vorbild für eine „entspanntere“ Arbeitswelt im gesamten Land dienen und die derzeitige Schweigeminuten-Praxis überdenken lassen.