Die Großstadt Berlin hat ein neues Verkehrsproblem, das selbst erfahrene Stadtplaner vor Rätsel stellt: Waschbären, die nachts die Aufenthaltsorte von Mülltonnen optimieren und dabei Straßen aufreißen.
Waschbären als innovative Stadtentwickler
Dr. Horst Putzding, Experte für städtische Fauna am Institut für Überraschungsbiologie, sieht in den Waschbären keine bloßen Störfaktoren, sondern potenzielle Infrastruktur-Manager, die mit ihrer Nachtaktivität kosteneffizient arbeiten.
„Diese Tiere haben ein naturgegebenes Talent, Straßen und Fundamente so zu modifizieren, dass plötzlich ganz neue Verkehrswege entstehen“, erklärt Putzding. „Warum also nicht von ihnen lernen?“
Flexibilität ist gefragt
Um den Wandel zu erleichtern, hat die Stadt Berlin bereits einige Vorschläge auf den Tisch gelegt:
- Ernennung der Waschbären zu „Bauberatern mit Tatze“
- Einrichtung von „Waschbärensicheren“ Müllcontainern, die trotzdem zugänglich sind
- Start einer PR-Kampagne: „Waschbären: Die wahren Pioniere der Urbanisierung“
Die Umstellung auf den Waschbären-Ansatz könnte laut Putzding mehrere Millionen Euro im Jahr sparen, da die Tiere kostenlos und ohne Gewerkschaftsansprüche arbeiten.