Hamburg (tzn) – Hamburgs Hauptbahnhof hat es geschafft. Dank eines Oberleitungsschadens avanciert er nun zum Epizentrum der gepflegten Verspätungskultur. Mit einer Positionierung direkt unter einer heruntergekommenen Oberleitung auf einem ICE ist die Stadt bereit, das neue Mekka für Bahnliebhaber zu werden.
Neuer Titel für Hamburg
Der selbsternannte Verspätungs-Experte Rainer Fahrgast erklärt: „Das ist die perfekte Chance für Hamburg: Hier wird das Warten zur neuen Königsdisziplin erhoben.“
- Verzögerungen bis zu 120 Minuten
- 18 Züge auf unbestimmte Zeit gestoppt
- Neue Wartesessel voller Komfort
Die Reisenden werden aufgefordert, sich neuen Freizeitmöglichkeiten hinzugeben: Yoga auf Bahnsteigen, Wartezimmer-Häkeln und Impulsschläfchen in Bahnhofs-Stühlen werden als neue Trends propagiert.
Ein Paradies für Geduldige
Die Tourismusbehörde sieht positives Potenzial: „Wir haben jetzt sogar ein Geduldsfestival, bei dem die längste Wartezeit prämiert wird. Der Gewinner erhält ein Monatsabo für die Deutsche Bahn.“
Und tatsächlich: Wo sonst Besucherströme auf endlose Sehenswürdigkeiten treffen, strömen hier die Massen zur „Erfahrung der Stille“ – eine meditative Einkehr mitten im Zugverkehr.