Die anhaltende Fehde zwischen den verfeindeten Nachbarschaftsgruppen in Waldhausen hat vorübergehend ein Ende gefunden, dank einer unerbittlichen Naturgewalt: dem  Nieselregen. Mit unermüdlicher Ausdauer hat der Regen die rivalisierenden Gruppen davon überzeugt, dass nasse Socken und feuchte Jacken keine erbauliche Kriegsführung zulassen.

Eine meteorologische Intervention

Der ausdauernde Nieselregen, der in der Region auch als „der ewige Tropfen“ bekannt ist, hat für eine unerwartete Pause in den üblichen Auseinandersetzungen gesorgt. „Wir hatten einfach keine Lust mehr, mit nasser Kleidung herumzulaufen“, erklärte Franziska Pfütze, Sprecherin der einen Gruppe, als sie mit gleichmäßigem Plitschplatsch durch die Pfützen trat.

„Auch wenn die Fehde nicht offiziell beendet ist, hat uns das Wetter zur Besinnung gebracht. Vielleicht ist es an der Zeit, den Regen als Vermittler zwischen unseren Differenzen zu akzeptieren“, so der selbsternannte Wetter- und Kriegshistoriker Dr. Petrus Platsch.

Kalender der Feindlichkeiten

  • Montagmorgen: Treppenhaus-Schimpftiraden
  • Dienstagnachmittag: Mülltonnen-Schieberei
  • Mittwochabend: Parkplatz-Verschwörung

Die Bewohner von Waldhausen haben eine wöchentliche Routine in ihren Auseinandersetzungen entwickelt, die nun durch das regnerische Wetter aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Stattdessen wurden Umbrella-Treffs im Stadtpark und nasse Decken beim Spieleabend der neuen Stadtnorm angepasst.

Ausblick: Sonnenstrahlen und Friedens-Aperitifs

Der geplante Grillabend für nächsten Monat könnte der Beginn einer neuen Ära der Zusammenarbeit werden, wenn die Wetterlage es zulässt. „Vielleicht könnten wir diese Fehde beiseite legen und gemeinsam gegen die größere Bedrohung – unsere Wettergötter – eintreten“, schlägt Waldhausens selbsternannter Friedensstifter Hubertus Regen vor. Ob die Sonne rechtzeitig scheinen wird, bleibt abzuwarten.