Der Kölner Dom, seit Jahrhundert eine Pilgerstätte für Gläubige und Touristen gleichermaßen, plant im Sommer eine revolutionäre Neuerung. Statt der gewohnten freiwilligen Spenden könnten Besucher bald 12 Euro Eintritt zahlen müssen. Als spezielle Erneuerung soll dabei ein digtialer „Heils-Pass“ eingeführt werden.
Der Caminus der Moderne
Der Sprecher des Doms, Bruder Ökonomikus Monetarier, verteidigt die Neuerung: „Schon im Mittelalter mussten Pilger Eintrittsgebühren in gehöriger Höhe zahlen, wenn auch in Form eines ansonsten wertlosen Federkiels. Warum sollte heute nicht auch das Geld des 21. Jahrhunderts in das himmlische Fass ohne Boden fließen?“
„Mit dem „Heils-Pass“ heben wir den Eintritt in die heilige Sphäre auf ein digitales Level. Jeder Piepton am Eingang bringt die Erlösung näher.“, so Bruder Monetarier.
Innovationspreis für Sündentilgung
- Der Eintritt wird digital nachverfolgt und ins eigene Sündenprofil übernommen.
- Einmal im Jahr können Punkte gegen einen exklusiven Platz am Bischofstisch eingetauscht werden.
- Die App dazu heißt „Virtueller Heiligenschein“ und besitzt eine Schnittstelle zu Instagram.
Ähnlich wie das beliebte Punktesystem diverser Supermärkte, sollen Besuchern schnell Anreize erhalten, öfter vorbeizuschauen, um gegen den milde gewordenen Glauben anzukämpfen.