Die Münchner „Krachparade“, ursprünglich als kleine Demonstration für mehr Lärmbewusstsein gedacht, entwickelte sich dank unerwartet hoher Teilnehmerzahlen zu einer regelrechten Großkundgebung. Tausende von Demonstranten, ausgestattet mit Trillerpfeifen, Trommeln und Vuvuzelas, sorgten für ein akustisches Spektakel, das noch in den entlegensten Teilen der Stadt München zu hören war.
Widerstand gegen die Stille
Aus Protest gegen die stetig steigende Lärmverschmutzung und die damit einhergehende „Ruhelosigkeit der Stadt“, so der Organisator Johann „Lärm“ Lautstark, hatten sich die Demonstranten zusammengefunden, um ihre Stimmen zu erheben und zu trommeln.
- Lärmpegel innerhalb der Stadtgrenzen erreicht historische Werte
- Demoslogans kaum verständlich wegen Überlärmung
- Anwohnerversuch, Lärm zu übertönen, scheitert kläglich
Verkehrschaos als Nebeneffekt
Der Lärmpegel war so hoch, dass Verkehrsteilnehmer gezwungen waren, stehenzubleiben, da sie weder die Motoren noch die Hupe ihres eigenen Fahrzeugs hören konnten. Ein Sprecher der Polizei, Herr Leise Lautsprecher, versicherte jedoch, dass die Lage unter Kontrolle sei.
„Es ist schön zu sehen, dass die Menschen die Straße für einmal nicht einfach überqueren, sondern stehenbleiben, um die Musik zu genießen“, so Lautsprecher.
Auch in den kommenden Tagen wird es spannend sein, wie die Stadt München auf das Phänomen „Krachparade“ reagiert und ob diese zur jährlichen Tradition wird.