In München zieht die vermeintliche Drohnensichtung am Flughafen weiterhin Kreise. Zahlreiche Anwohner, die überzeugt sind, selbst den ungewöhnlichen Eindringling am Himmel gesehen zu haben, gründeten spontan eine Selbsthilfegruppe. Die „Drohnen-Entdecker e.V.“, wie sich die Gruppierung nennt, setzt sich für die Rechte der unabhängigen Drohnensichtungen ein und fordert einen offiziellen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für die meisten gesichteten Drohnen innerhalb einer Woche.
Ein Verein, der die Dächer der Stadt im Blick hat
Laut dem Sprecher der Gruppe, Dieter Luftschloss, hat der Vorfall die Notwendigkeit aufgezeigt, eine Plattform für gleichgesinnte Beobachter zu schaffen.
„Wir wissen, dass Drohnen eine ernsthafte Bedrohung für den Flugverkehr darstellen. Aber was ist mit der Bedrohung für unsere Spaziergänge? Wir können nicht einmal mehr den Himmel betrachten, ohne Gefahr zu laufen, von einer Drohne gefilmt zu werden!“, erklärte Luftschloss leidenschaftlich.
Die Gruppe plant, wöchentliche Treffen auf dem Dach des Münchner Fernsehturms abzuhalten, um sich über die neuesten Sichtungen und UFO-verwandte Verschwörungstheorien auszutauschen.
Wir fordern Signale für ein neues Drohnen-Zeitalter
Bei ihrem ersten Treffen verabschiedeten die Mitglieder bereits einen ausführlichen Forderungskatalog:
- Einrichtung von öffentlichen Drohnenwarten in Parks und an beliebten Aussichtspunkten
- Aktualisierung der Drohnenwarte-App mit einem Echolot-System
- Regelmäßige öffentliche Sensibilisierungskampagnen
Obwohl die lokalen Behörden das plötzliche Interesse an mutmaßlichen Drohnensichtungen zunächst skeptisch betrachten, scheint das Interesse an der Gruppe zu wachsen. „Ein weiterer Beweis dafür, dass die Münchner nicht alles glauben, was sie sehen“, so ein Sprecher des Flughafens, Rainer Spottvogel.